Er wechselt von Lüdenscheid in die Börde – nach 26-jähriger Tätigkeit an seiner bisherigen Wirkungsstätte ein gewiss schwerer Schritt, wie er einräumt. Nach einer derart langen Zeit die vertraute Auferstehungskirche zu verlassen, sei hart. Doch die Atmosphäre und die freundliche Aufnahme, die er bisher in Soest erfuhr, habe die Entscheidung wesentlich erleichtert. Johannes erlebe er als offen, aktiv und lebendig, geprägt von Menschen, die das Miteinander engagiert und einladend gestalten.

Am Hochzeitstag nach Soest

Die ersten Gottesdienste als Pfarrer in Soest feiert Friedemann Kölling als Christvespern am Heiligen Abend – ein besonderer Beginn seines Dienstes. Mitte Dezember wird er seine Stelle antreten. Seine Familie wird zu Jahresbeginn folgen, um dann ins Pfarrhaus einzuziehen. Die beiden jüngeren Kinder – 15 und 13 Jahre – kommen mit, die zwei älteren studieren bereits. Ehefrau Brigitte, ebenfalls Pfarrerin, findet eine neue Aufgabe in der Kur-Seelsorge in Bad Sassendorf. Dort ist Christian Casdorff tätig, der nach dem Weggang von Werner Vedder Pfarrer St. Petri/Pauli werden soll.

Mit Soest fühlen sich die Köllings auf spezielle Weise verbunden. „Hier verbringen wir schon einige Jahre unseren Hochzeitstag“, erzählt der Pfarrer schmunzelnd. Warum sie ausgerechnet dieses Ziel wählten und es in schönster Regelmäßigkeit immer wieder begeistert ansteuerten? Die Antwort Friedemann Köllings lautet: „Wir haben einfach einen schönen Ort gesucht – und gefunden.“

Seine Probepredigt an Johannes hielt der Geistliche im August, im Oktober folgte die Wahl. Er sagte frohen Mutes zu, trennt sich vom bisherigen Lebensmittelpunkt in der Bergstadt im Sauerland aber auch mit einiger Wehmut: Bei einer angespannten Kassenlage muss die Evangelische Versöhnungskirchengemeinde massiv streichen, mit einigen herben Einschnitten wie dem Verkauf oder der Vermietung von Kirchen. Der Seelsorger: „Wir haben drei Pfarrstellen, doch nur für zwei Geld und Gemeindeglieder.“ Eine schwierige Situation, die mit dazu beitrug, über eine berufliche Veränderung nachzudenken. Nun führt ihn der Weg nach Soest – „ein Glücksfall“. Pfarrer Kölling: „Das passt einfach.“

Die Einführung ist für den 24. Januar geplant. Köllings Vorgängerin, Brigitte Schulze, ist in den vorgezogenen Ruhestand gegangen.

Alle Veranstaltungen, Gruppen und Kreise finden Sie im Kalender.

"Gemeinsam laden wir ein" so ist der Titel des gemeinsamen Flyers der vier Soester Gemeinden Wiese-Georg, Maria zur Höhe (Hohne), St. Thomä und Johannes.