Ein herzliches Willkommen galt gestern dem neuen Seelsorger der Johannesgemeinde (von links): Superintendent Dieter Tometten, Pfarrer Kai Hegemann (Wiese-Georgs-Gemeinde), Pfarrer Friedemann Kölling, Dr. Axel Kaske (Presbyter), Pfarrer Stefan Weyer sowie die Presbyter Georg Emich, Thomas Osterbrink und Monika Dollase. © DahmSoest – „Ich bin gerne euer neuer Pfarrer, herzlich gerne!“ Friedemann Kölling, jetzt Seelsorger der Johannesgemeinde, schüttelte jetzt vielen Hände.

Wie viele Menschen er begrüßte und an der Eingangstür umarmte, ist bei dem riesigen Andrang, schwer zu sagen. Groß war die Zahl derer, die nach dem Gottesdienst das Gemeindehaus ansteuerten, um den 53-Jährigen in ihrer Mitte willkommen zu heißen.

Er freue sich auf eine lange gemeinsame Zeit mit ihnen, rief Friedemann Kölling all denen zu, die gekommen waren, um die offizielle Einführung mit ihm zu feiern: „Ihr alle habt diesen Tag zur Spitze werden lassen.“

Mit den Christvespern an Heiligabend hat der Dienst des Geistlichen in Soest begonnen. Weit über 20 Jahre war er in Lüdenscheid tätig. Es sei ihm schwergefallen, von dort wegzugehen, seine bisherige Gemeinde und die vertraute Umgebung zu verlassen, räumte er ein. „Doch jetzt tut es kaum noch weh – und es ist gut“, fügte er hinzu. Denn in Soest sei er freundlich und liebenswürdig aufgenommen worden – beste Voraussetzungen für den Start.

„Weltoffen und familiär“

„Weltoffen und familiär“, so bezeichnet Friedemann Kölling seine Soester Gemeinde, in der er nun seinen Lebensmittelpunkt findet. In wenigen Tagen steht der Umzug der Familie ins Pfarrhaus an: Die beiden jüngeren Kinder von Friedemann und Brigitte Kölling kommen mit nach Soest, die älteren stehen schon im Studium.

Da er bislang noch pendelte, fand der Seelsorger erst wenig Zeit, sich genauer in der Stadt umzusehen, die großen historischen Kirchen kenne er aber von seinen früheren Besuchen, erzählte er. Das moderne 60er-Jahre-Bauwerk von Johannes hebe sich gewiss ab, schildert er. Beeindruckend findet Kölling insbesondere die von Hans Kaiser geschaffenen Fenster. Er berichtet von einem Gottesdienst, als es draußen zunächst regnete, doch dann habe sich die Sonne durch die Wolkendecke geschoben – „und das Lichtband begann zu glühen“. Schwerpunkte seines Einsatzes sieht der neue Johannes-Pfarrer unter anderem bei den Alfa-Glaubenskursen und bei der Hauskreisarbeit.

An Johannes tobe das Leben – ein Slogan, der das Miteinander beschreibt. Wie bunt es dort zugeht, das hob Rita Zicholl vom Sonnenkamp-Kindergarten hervor, die ein Bild mit farbenfrohen Handabdrücken der Jüngsten überreichte. Auf Plakaten, die Johannes Ritter, Mitarbeiter im Kinder- und Jugendbereich, mitgebracht hatte, stehen gute Wünsche. „Viel lachen“, ist dort beispielsweise zu lesen. Auch einige Lüdenscheider hatten sich auf dem Weg nach Soest gemacht , um zu sehen, wie es ihr bisheriger Pfarrer angetroffen hat. Sie fühlten sich wohl in diesem Kreis: Es wurde gegessen, getrunken, die Stimmung war bestens – typisch Johannes.

Alle Veranstaltungen, Gruppen und Kreise finden Sie im Kalender.

"Gemeinsam laden wir ein" so ist der Titel des gemeinsamen Flyers der vier Soester Gemeinden Wiese-Georg, Maria zur Höhe (Hohne), St. Thomä und Johannes.